10 Prozent mehr Umsatz

Küchenmöbelindustrie

10 Prozent mehr Umsatz

14. September 2022, 15:52
Kurve zeigt nach Süden: Entwicklung der Küchenmöbelkonjunktur 2022

Dank des guten ersten Halbjahrs rechnet die deutsche Küchenmöbelindustrie im Jahr 2022 mit einer positiven Bilanz. Im ersten Halbjahr wuchs der Umsatz um 10,11 Prozent auf 3,62 Mrd Euro an, natürlich auch bedingt durch die Preisanstiege. Der VdDK geht davon aus, dass das gute Auftragspolster die positive Entwicklung bis zum Jahresende stützen wird, aber macht natürlich auf die „aktuell zunehmende Verunsicherung der Konsumenten“ aufmerksam. Maximal bis zu 10 Prozent mehr, so lautet die Prognose fürs Gesamtjahr.

Die eingetrübte Konjunktur und die Marktturbulenzen gehen an der Branche nicht spurlos vorbei: Im Juni und Juli sanken die Umsätze, um -0,05 beziehungsweise um -5,45 Prozent. VdDK-Vorstands-Vorsitzender Stefan Waldenmaier formulierte es gestern auf der Jahrespressekonferenz in Herford so: Die Küchenmöbelindustrie müsse stärker durch den Export unterstützt werden. Denn mit „Küchen Made in Germany“ könne man sehr gut punkten, so Waldenmaier. Auf die hohen und oft kaum kalkulierbarer Kostenbelastungen bei Material und Energie verwies VdDK-Geschäftsführer Jan Kurth. Es sei es für die Unternehmen existenziell, diese Belastungen sehr schnell in der Kette weiterzugeben. Im Inland setzten die Küchenmöbler bis Ende Juli 2 Mrd Euro um, 9,23 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch hier ist sich seit Juli eine deutliche Abkühlung im Markt zu beobachten. Im Export wuchs die Küchenmöbelindustrie ebenfalls, saldiert um 11,21 Prozent .Der Auslandumsatz trägt mit über 1,63 Mrd Euro zu 44 Prozent zu den Gesamtumsätzen bei. Im Geschäft mit den Nachbarn waren und sind auch die Auftragseingänge erfreulich: So stiegen die Auftragseingänge aus dem Ausland erneut zum 1. Quartal 2022 um 13,84 Prozent, gefolgt von 16,26 Prozent zum Folge-Quartal. Zu Juli sowie August stiegen sie jeweils um 13 Prozent.

Neben einem größeren Umsatz verzeichnet die Branche auch eine Mengensteigerung: Kurth sagt es so „Nach Menge hat die Küchenmöbelindustrie per August insgesamt um 5,1 Prozent bzw. im Inland um 6,1 Prozent und im Ausland um 3,9 Prozent zugelegt.“ Auch hier war das erste Halbjahr entscheidend, mit Quoten zwischen 28,7 Prozent im Februar und um 19,3 Prozent im Juni. Inzwischen beschäftigt die Branche 5 Prozent mehr Mitarbeiter, als vor einem Jahr, knapp 18.200 sind es, die in bundesweit rund 50 Firmen mit mehr als 50 Mitarbeitern beschäftigt sind.

Nach den VdDK-Zahlen stiegen die durchschnittlichen Ausgaben pro deutschem Haushalt für „Küche“ in den letzten drei Jahren von 373 Euro (2019) und 411 Euro (2020) auf 431 Euro im letzten Jahr. Ob dieser Trend so anhält? Waldenmaiers Prognose: „Die Jahre 2023 und 2024 werden anspruchsvoll und anstrengend. Unser Wohlergehen als Branchenzweig hängt dabei nicht nur von der reinen Kostenseite und von der Entwicklung volkswirtschaftlicher Kennziffern ab. Maßgeblich wird die mentale Wahrnehmung beim Verbraucher werden.“

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