Moki Kitchens aus Offenburg

Moki Kitchens (Video)

Ein Date im Küchenstore

17. Dezember 2021, 11:18
Moki Kitchens in Offenburg

„Hallo, hier ist Richard von Moki Kitchen“. Den Start-up-Spirit, der beim KMG-Zumbrock-Mitglied Moki aus dem badischen Offenburg herrscht, hört man förmlich durchs Telefon. Richard Degraf, 33, ist neu im Küchen-Business. Zuletzt war er Geschäftsführer eines im Automotive-Bereich tätigen Unternehmens in der Region.

Zwei bis drei Jahre ist es her, da hat Degraf ein altes Haus kernsaniert und selbst eine Küche gekauft. Dabei lief einiges schief, von Pannen beim Aufmaß über defekte Auszüge, ausgetauschte Teile, die wieder nicht passten bis hin zur Art der Rekla-Abwicklung. Dann noch die Aussage, bei einer 20.000 Euro Küche könne man nicht mehr erwarten. Eine ernüchternde Erfahrung, wobei man fairerweise sagen muss, dass er da auch besonders Pech mit dem Ansprechpartner gehabt haben könnte.

 

„Da habe ich Verbesserungspotenzial gesehen“, sagt Degraf. „Ich habe mich im Markt umgeschaut und mich gefragt: Wieso die Grenzen da setzen, wo sie jetzt sind?“ Die Idee, selbst ins Küchengeschäft einzusteigen, entstand - damals noch mit einem ganz anderen Konzept. Nach längeren Überlegungen war im Dezember vor einem Jahr der Business-Plan fertig. Degraf unterzeichnete den Mietvertrag für seinen Store, den er bewusst nicht Studio nennt. Der Standort befindet sich auf dem ehemaligen Sparkassen-Areal, das kürzlich zu dem hochmodernen Einkaufsareal Rée Carée umgebaut wurde - mit entsprechend hohen Mieten, aber in Spazier-Lage mitten in Offenburg. Die Option, ein bestehendes Haus außerhalb zu übernehmen, schlug Degraf aus. In Offenburg ist man heimatverbunden, man shoppt gern im Ort.

Das passt auch zu Mokis Planungskonzept „Speed-Planning - Ein Date im Küchenstore“:___STEADY_PAYWALL___ „Du bringst deinen vermaßten Grundriss mit in unseren Küchenstore und wir beraten dich ausführlich, zeigen dir aktuelle Farben und verschiedene Materialien. Dann kannst du relaxen, in der Stadt bummeln oder Kaffee trinken. Bereits zwei Stunden danach bekommst du deinen individuellen Planungsvorschlag von Moki.“ Angeblich trifft 90 Prozent der Speed-Planning-Kunden die Liebe auf den ersten Blick. Wobei man ergänzen muss, dass die Statistik auf einer noch niedrigen Probenzahl beruht, denn Moki hat erst am 22.10. eröffnet. Sieben Aufträge, die ab Februar zur Auslieferung kommen, sind immerhin bereits da, acht weitere in der Planung.

Nach den persönlichen Erfahrungen mit Reklamationen beim Küchenkauf hat Degraf sich für sein Unternehmen für einen anderen Umgang damit entschieden. Er geht mit seinem Hintergrund aus dem Automotive-Bereich an die Sache ran. „Ich bin ein penibler Qualitätsmensch“, sagt Degraf. „In 80 Prozent der Fälle ist der Mensch die Fehlerquelle. Wir tun viel, um Fehler von vornherein zu vermeiden, und prüfen die Planungen im Anschluss nochmal ganz besonders intensiv.“

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Was „man“ macht in der Branche, hat ihn in der Aufbauphase eigentlich nicht interessiert: „Ich habe alles gemacht, wie es mir gefällt. Bis zum Tag 1 habe ich nicht gewusst, wie es im Markt ankommt.“ Gleichzeitig habe er in der Anfangsphase aber sehr intensive Unterstützung durch den Verband bekommen, der auch Gefallen fand am Moki-Konzept. Die Verbundgruppe hat den Neuzugang und seinen Claim „Love my Kitchen“ im Herbst gleich mit dem KMG Marketing Award für 2021 bedacht.

Der Auftritt von Moki ist modern, das Marketing jung und frisch. Beratungstermine werden gleich auch per Video angeboten. Für Richard Degraf ist das eigene Studio das beste Plakat. Drum auch der Standort in der Innenstadt. Was es mit dem Namen Moki auf sich hat, will er (noch) nicht verraten. Festgestellt hat er in Kundengesprächen: Es hört sich nach einer Kette an. Kunden denken, sie haben Moki in anderen Städten schon gesehen. Das passt, denn eine Filialisierung ist geplant.

Auf 200 qm (mit 100 qm Erweiterungsoption) haben bislang vier Musterküchen Platz und ein Hauswirtschaftsraum. Moki setzt auf Schüller.C und Next125, auf Rotpunkt und demnächst kommt mit Noodles Noodles & Noodles noch ein „Exot“ dazu. Gerätelieferanten sind Smeg, Bosch, Miele, Gaggenau und Berbel. Perspektivisch sollen auch die Wohnen-Angebote der Holz-Lieferanten geplant werden. „Wir wollen das Folgegeschäft mitnehmen“, sagt er.

Zum Wettbewerb in Offenburg: „Wir sind die Nummer 17.“ Da könnte man meinen, auf noch einen Anbieter habe die Stadt nicht gerade gewartet. Degraf ist aber überzeugt, dass die Lage im Stadtzentrum den Unterschied macht. Und bei Küchen ab 10.000 Euro wird die Zahl der Wettbewerber auch gleich geringer. Zwei bis drei seien es da.

Ein wichtiges Thema ist für Richard Degraf die Kreislaufwirtschaft, was Moki auch auf seiner Internetseite heraushebt. „Aus Überzeugung, nicht fürs Marketing“, sagt Degraf. „Irgendjemand muss diese Maßstäbe setzen. Unsere Lieferanten Schüller und Rotpunkt sind da schon sehr weit.“ Zum bislang vier Köpfe starken Moki-Team gehört auch eine Studentin im Dualen Hochschulstudium, die sich gerade darum kümmert, den CO2-Fußabdruck der Lieferanten zusammenzutragen.

Bei der Mitarbeitergewinnung (und beim Halten) setzt der Jungunternehmer auf Methoden aus der Großindustrie, in der er zuvor tätig war und die schon seit Langem um Fachkräfte kämpft. Die Mitarbeiter sind flexibler in ihrer Arbeitszeit und haben die Möglichkeit zum Home-Office. Jeder bekommt die passende Ausrüstung: Laptop, Smartphone und Airpods. „Hier in der Region ist das schon noch etwas Besonderes, das die Mitarbeiter zu schätzen wissen“, sagt Degraf.

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