Roundhouse

„Thema Nummer 1“

25. Oktober 2021, 9:36
Viel Tageslicht im Showroom: Roundhouse

Die englische Küchenmöbelmanufaktur Roundhouse setzt auf stationäre Geschäfte und macht diese rundum fit für die virtuelle Verkaufswelt.

Stationär hat´s schwer. Das zeigt sich in heimischen Fußgängerzonen und Innenstädten genauso wie im Ausland, in London etwa. Handelsketten, wie etwa der britische Einzelhandelsriese Marks & Spencer haben schon in der einen oder anderen Toplage den Umbau von Einzelhandelsfläche in Bürofläche beantragt. Aber nicht nur die Großen erwischt es, sehr viele kleinere und kleine Unternehmen sind ebenfalls betroffen.

Natürlich gibt es auch Gegenbeispiele. Die englische Küchenmanufaktur Roundhouse wurde vor über 20 Jahren von einer Gruppe von Architekten gegründet und stellt in der eigenen Fabrik im kleinen Ort Malvern/Worcestershire Küchenmöbel und Schränke nach Maß her. Insgesamt sind 48 Mitarbeiter für die Küchenschmiede tätig.

Roundhouse setzt auf stationäre Läden und fährt damit nach eigenen Aussagen gut. Allein in der englischen Hauptstadt sind vier Showrooms am Netz, einer davon in Englands „Küchenstraße“ schlechthin, in der Wigmore Street. Hier reihen sich Küchenstudios verschiedener Anbieter Tür an Tür aneinander. Auch die Stadtteile Clapham und Richmond haben Roundhouse-Stores, genauso wie Fulham; weitere gibt’s in Guildford, Surrey und Cheltenham, Gloucestershire. Demnächst soll auch das altehrwürdige Universitätsstädtchen Cambridge um einen Store bereichert werden.

Pandemie und staatliche Auflagen wirkten wie überall als Frequenzbremsen. Phasenweise gab es Einzeltermine. Laut Paul Welburn, Senior Designer vom Geschäft in Fulham, haben die Besucherzahlen inzwischen wieder den Stand vor der Pandemie erreicht. Virtuelle Termine sind zum festen Angebot geworden und werden bestens nachgefragt, gerade von den internationalen Kunden, freut sich Welburn. Zudem wurde im Fulham-Geschäft noch weiter nachgelegt und einiges investiert: ein Tageslicht-Bereich schmückt an zentraler Stelle den Laden, das sei ideal sowohl für den virtuellen als auch den realen Rundgang, sagt Welburn. Küchenstile, Farbbeispiele und Materialien wurden neu zusammengefasst und auf die virtuellen Rundgänge abgestimmt. Aber auch Überraschendes, Unerwartetes sei in der Ausstellung zu besichtigen, freut er sich. Welburn: „Unser Ausstellungsraum ist bereits das Gesprächsthema Nummer 1 in Fulham, vor allem ein Küchenmodell mit geheimer Bar. Wir wissen jetzt, dass wir auch virtuell die richtige Richtung eingeschlagen haben.“ Digitale Termine sieht Welburn als „wunderbare Möglichkeiten“. Er ist weiter ständig auf der Suche nach neuen Technologien zur Präsentation. „Wir glauben, jeder liebt technische Spielereien und die neuesten Tools. Wir haben die Erfahrung gemacht: Dies bringt die Kunden zu einem echten Besuch ins Geschäft“, so Welburn.

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