Ein digitaler Sprung

Kitchenadvisor / KSV

Ein digitaler Sprung

05. August 2022, 17:31
Willibert Fröschen

In diesem Jahr hat der KSV aus Fahrenzhausen, also der Schwesterverband des EMV für die Küchenspezialisten, schon mehr als 30 neue Händler aufgenommen. Berichtet KSV-Geschäftsführer Willibert Fröschen. Fast 440 KSV-Händler sind es jetzt. Ein ziemlich rasantes Wachstum. Mit rund 120 Häusern zählt hier allerdings auch die Küchen-Gruppe München dazu, die Gienger-Chefin Christine Zinner lotst.

An diesem Freitag hat Fröschen aber viel mehr zu berichten: Seit dem 1. Juni ist die sich gerade neu formierende Kitchenadvisor Group Mitglied im KSV – und seit Neuestem kooperiert man jetzt auch.

Auf dem digitalen Feld haben der EMV und der KSV zusammen mit moebel.de einst eine digitale Plattform angeschoben. Moebel.de Küchen hat auch weiter Händler aus dem KSV und dem EMV an Bord, aber im Zuge der Lutz-Übernahme war es wohl so, dass der EMV die Zusammenarbeit mit moebel.de nicht mehr auf Verbandsebene ausbauen wollte. Moebel.de Küchen baut sein Angebot gerade um und aus – und hat eigene Pläne.

___STEADY_PAYWALL___Einen ganz anderen Weg gehen die Kitchenadvisor-Gründer Richard Ruben und David Striegnitz. Sie hatten etwas Stress mit ein paar Fachhändlern, doch der Ehrgeiz scheint ziemlich ungebrochen. Seit Längerem arbeiten Ruben und Striegnitz schon daran, sich zum – in ihren Worten – „ersten digitalen Küchenverband“ weiterzuentwickeln. Erste Händler haben sich angeschlossen – und bekommen über Kitchenadvisor auch Zugriff auf Konditionen und erste Services. Die Leadgenerierung, um die es zuletzt Wirbel gab und Striegnitz und Ruben so manche Unterlassungserklärung unterschreiben ließ, ist also nicht mehr das einzige Angebot der Hamburger.

Der KSV hat nach dem Beitritt der Kitchenadvisor Group nun auch eine Kooperation vereinbart. Die Fachhändler, die bereits zur neuen Hamburger Küchengruppe gegangen sind, sind durch die Mitgliedschaft der Kitchenadvisor Group keine KSV-ler geworden. Doch vielleicht werden sie es ja mal, so lautet wohl das Kalkül. Sinn und Zweck der Kooperation ist nun sicherlich in erster Linie, dass der KSV sich und seine Händler digitaler machen will. Zudem ist die Beschreibung „erster digitaler Küchenverband“ natürlich ganz bewusst so gewählt. Man will attraktiv sein für Küchenhändler, die sich digital fit fühlen – oder fitter machen wollen. Ob das so aufgeht, wird sich zeigen.

Das Modell ist erstmal aber durchaus bemerkenswert, auch wenn es im Detail beide Seiten offenkundig viel Hirnschmalz gekostet hat, die Modalitäten der Kooperation zu vereinbaren. Wer bekommt nun was von wem? Der KSV beschreibt es so: „Für die Handelspartner des Kitchenadvisor-Portals bestehen weiterhin unterschiedliche Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Wichtig ist, dass die digitalen Services des Kitchenadvisor für jeden Küchenhändler frei und unabhängig verfügbar bleiben und durch eine Verbandszugehörigkeit zum KSV kein direkter Vorteil entsteht. Weiterhin werden die Leistungen deshalb für alle Partner auf Provisionsbasis abgerechnet. In einer modularen Struktur können unterschiedliche Leistungen hinzugebucht werden.“

Ganz oben auf die Angebotsliste wird ein sogenanntes Prime+Modell gehoben. Hier biete man „Top Einkaufskonditionen bei über 100 Herstellern“, „eine Mindestanzahl an Endkunden“ und „fest kalkulierbare Nachlaufkonditionen“. Um diese Leistungen in Anspruch nehmen zu können, sei eine Mitgliedschaft in der-Kitchenadvisor-Kooperation sinnvoll und notwendig, steht weiter in der KSV-Meldung.

Alles freiwillig, versteht sich. In jedem Fall trommelt der KSV schon mal recht freundlich für seinen neuen Kooperationspartner.

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