Alliance: Ruhe in Rheinbach

Alliance

Ruhe in Rheinbach

02. Dezember 2021, 10:58
Jürgen Feldmann, Daniel Borgstedt, Marko Steinmeier

„Wenn wir im nächsten halben Jahr genauso konzentriert an unseren Strukturen arbeiten wie in den vergangenen Monaten, dann bin ich mir sicher, dass wir wieder sehr erfolgreich nach vorne marschieren können.“ Volker Peeck, Inhaber von Westfalia Möbel Peeck mit Sitz in Mannheim und Filialen in Worms und Cottbus, hat als Aufsichtsratschef des Alliance-Verbands eine ziemlich intensive Zeit hinter sich.

Von der Alliance-Ordermesse am vergangenen Wochenende kam Peeck recht entspannt zurück. Sagt er. Und er wirkt auch so. Nicht ganz Dreiviertel der Gesellschafter war Samstag und Sonntag da – angesichts der aktuellen Corona-Lage kann man das unter „gut besucht“ verbuchen. Der abendliche Umtrunk war deutlich runtergedimmt. Am Tag ging es um Ware, um die neuen Leute im Verband – und vor allem um die Neuausrichtung des Alliance-Verbands im konventionellen Wohnen, der zuletzt immer größer werdenden offenen Flanke des Mittelstandsverbands. 

Alliance-Legende Joachim Bringewald bleibt, so ist das aktuell geplant, noch bis zu den Küchen-Kompetenz-Tagen im März in Rheinbach an Bord. Danach darf das neue Trio an der Spitze der Schwesterverbände Alliance und Küchenring – Jürgen Feldmann und die beiden Küchentreff-Chefs Daniel Borgstedt und Marko Steinmeier – alleine gestalten. Zusammen mit dem Aufsichtsrat rund um Peeck.

Die starke Küchenriege, die sich rund um Küchentreff und den großen Küchenring immer klarer formiert, macht den Beteiligten dabei auch am wenigsten Kopfzerbrechen. ___STEADY_PAYWALL___Küchenring und Küchentreff liegen beide nahezu gleichauf in Sachen Umsatzplus im laufenden Jahr, das sich laut Borgstedt bei je fast 20 Prozent bewege. Absolute Zahlen nennen die Rheinbacher aktuell nicht. Wohl vor allem, um den Alliance-Verbands solo gerade nicht zu sehr ins allseits beliebte Größen-Ranking zu heben. Für den Alliance-Verband spricht Borgstedt aber von einem, wenn die letzten vier Wochen nicht zu katastrophal werden, zu erwartenden Umsatz auf Vorjahresniveau. 

Peeck und Borgstedt legen beide großen Wert darauf, dass Küchenring und Küchentreff zwar mächtig viele Synergien suchen sollen und werden, vom Einkauf über Exklusivsortimente bis hin zu Marken und Marketing. Peeck sagt aber: „Eins werden die beiden Verbände nicht: Sie werden nicht verschmelzen. Küchenring und Küchentreff werden weiter eigenständig auftreten.“ Zusammen mit Alliance soll sich ein „Dreigestirn“ bilden, das auf allen Feldern von Wohnen bis Küche attraktiv für Fachhandel und Mittelstand ist.

Bei den Küchen gibt es dazu auch keine großen Fragezeichen im Markt. Bei den Möbeln schon eher. Im früher stark akquisegetriebenen Konditionsverband sollen deshalb Themen wie Casada oder generell die konzeptionelle Arbeit mit der Industrie weiter auf neue Beine gestellt werden. Der baldige Neuzugang Marc Mispelkamp soll hier nicht nur die Hochwertsparte in Rheinbach wiederbeleben, sondern generell neue Konzepte über alle Sortimente miterarbeiten. Nicole Printz muss in die Fußstapfen des ewigen Alliance-Polstereinkäufers Bernd Mentken wachsen. Angelo Bertani muss Bernd Riegel ersetzen. Auf vielen Posten ist Bewegung, nicht nur ganz oben in der Geschäftsführung. Auch das hatte für Unruhe gesorgt. Und auf der Ordermesse noch immer für einige Fragen. Borgstedt: „Der Umbruch im Team ist ein großes Thema, klar, aber wir finden uns gerade neu.“ Rund zehn Leute kamen zuletzt dazu. Auf Geschäftsführungsebene ja alleine gleich drei. Peeck: „Was den Generationswechsel in der Führung angeht, müssen wir uns ankreiden, dass wir den früher und besser hätten vorbereiten müssen.“ Nun sei der Vorteil der neuen Konstellation, dass drei ganz unterschiedliche Typen in der Führung mit ganz unterschiedlichen Talenten auch viele verschiedene Themen voranbringen könnten.

Die Aufgabenteilung des neuen Trios an der Spitze, auch wenn grundsätzlich alle alles machen: Feldmann legt den Schwerpunkt auf Marketing, Borgstedt auf Vertrieb, Steinmeier auf die Finanzen. Im Alliance-Lager werden als erste Bestätigungen der Arbeit der neuen Führung und der wohlwollenden Übergabe durch Bringewald gewertet: Keine Kündigung eines Gesellschafters in den vergangenen Monaten trotz großem Umbruch im Verband und eine in schwierigen Zeiten offenkundig gute Ordermesse.

Neben den starken Küchen im Alliance-Verband (die Küchen machen 43 Prozent vom ZR-Umsatz) und der anhaltend starken SB-Fraktion muss jetzt aber vor allem das konventionelle Wohnen wieder Grip bekommen. Borgstedt: „Das ist unsere Hauptaufgabe.“ 

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