Alno

Deal in Pfullendorf

21. September 2021, 13:36
Arndt Vierhaus Michael Spadinger, heute auf der MOW

Arndt Vierhaus hat gute Laune an diesem Dienstag. Mit seinen Couchtischanbietern Vierhaus und Eve Collection steht er auf der MOW in Halle 19. Das Handy macht nonstop „pling“, ist kurz vorm Explodieren. Ist aber auch ein Ding: Vierhaus hat gerade die wohl weltweit bekannteste Küchenmarke gekauft. Vierhaus? Arndt Vierhaus? Ja, Arndt Vierhaus.

Vierhaus hat in diesem Sommer noch mehr gekauft. Sieben Kilometer von Pfullendorf entfernt, in Ostrach, gehört dem Düsseldorfer Unternehmer seit drei Monaten der Caravan-Ausrüster Tegos. 230 Mitarbeiter, ein Mittelständler, der aus allen Nähten platzt. Caravan boomt. Vierhaus hat investiert.___STEADY_PAYWALL___

Nun gleich nochmal. Gekauft hat Vierhaus in Pfullendorf das Gelände und die Markenrechte. Das Betriebsgelände ist rund 180.000 qm groß, darauf stehen 110.000 qm Hallenfläche. Am Ende hat das alles sicher deutlich mehr gekostet als die am Vormittag kolportierten 10 Mio Euro. Deutlich mehr. Aber Zahlen kommentiert Vierhaus nicht. Abgewickelt wurde der Deal in Rekordzeit. Seit rund zehn Tagen ist Vierhaus mit dem Thema beschäftigt. Vermittelt hat in der Sache unter anderem auch Michael Spadinger, zuletzt Geschäftsführer der Neuen Alno, der in Pfullendorf einiges bewegt hat. Spadinger und Vierhaus kennen sich ewig. In Pfullendorf ist Spadinger derzeit raus, hat seine Ämter in Pfullendorf niedergelegt, ist damit grad sozusagen arbeitslos. Man sollte aber nicht ausschließen, dass Spadinger vielleicht wieder zurückkommt nach Pfullendorf, irgendwann.

Das ist aber alles offen. Spadinger sagt: „Das ging nun alles sehr schnell. Was die Zukunft der Alno-Produktion angeht, befinden sich gerade mehrere Teams in der Analysephase.“ Vierhaus wiederum hat mit der Produktion, darauf legt er großen Wert, nichts am Hut. Und auch nichts vor, sagt er.

Vierhaus will auf dem Pfullendorfer Gelände einen Industriepark hochziehen, mit Möglichkeiten für seine neuen Caravan-Firma, mit Solarparks – und vielleicht ja auch mit einem Investor, der dort Küchen bauen wird in Zukunft. Vierhaus: „Die Alno-Markenrechte gehören jetzt mir. Sie gehen nicht nach China oder sonst wohin. Das war uns allen wichtig.“

Dass ein Verkauf der Marke Alno bevorstand, hatte sich in den letzten Tagen abgezeichnet.

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