V-Zug

Mitten in München

12. August 2021, 14:19
Thorsten Vetters, Patric Schleicher

Der Schweizer Hausgerätehersteller V-Zug bringt jetzt eine neue Gerätelinie auf den deutschen Markt und bleibt auch sonst, trotz einer herausfordernden Nachfrage- und Rohstoffversorgungslage, stabil auf Wachstumskurs. Sicher, Glück gehört auch dazu, wenn man sich nach einem geeigneten Standort für ein Beratungszentrum umschaut. Dass aber V-Zug seit gut einem Jahr am Promenadeplatz, ___STEADY_PAYWALL___ einem der teuersten Standorte in München, mit seinem Zugorama präsent ist, das hat auch was mit dem Ehrgeiz der Schweizer zu tun. Wer aus den riesigen Schaufenstern des Münchner Zugorama schaut, blickt direkt auf das Hotel Bayerischer Hof, das stadtbekannte 5-Sterne- Luxus-Hotel, in dem nicht nur häufig bedeutende internationale Konferenzen stattfinden und Prominente und Staatsgäste Quartier nehmen, sondern in dem auch der offizielle Ambassador von V-Zug, Jan Hartwig nämlich, schält, schneidet, kocht, garniert, backt, brät und würzt.

Patric Schleicher, seit 2017 Verkaufsleiter bei V-Zug, spricht von einer „glücklichen Fügung, dass V-Zug Räumlichkeiten in dieser Größe und mit diesem Standort gefunden hat“. Dabei werden im Zugorama noch nicht einmal Geräte verkauft. „Unser Zugorama ist eine reine Erlebniswelt, die wir hier unseren Partnern und Kunden zur Verfügung stellen. Hier gibt es auch keine Zubehörteile oder Reinigungsmittel“, sagt er bei einem Besuch der INSIDE-Redaktion vor Ort.

Seit einem Jahr hat sich auch viel bei V-Zug getan. Der Schweizer Premiumgerätehersteller, mittlerweile von der früheren Mutter Metall Zug abgekoppelt und als eigenständiges börsennotiertes Unternehmen am Markt, hat gerade auch seine neue Excellence Line eingeführt. Seit Juni vertreibt V-Zug die neue Linie in Deutschland und dem Rest Europas, rund drei Monate nach der Einführung in der Schweiz.

Wenn Schleicher von der Excellence Line spricht, spürt man deutlich die Begeisterung: „Worin unterscheidet sich die Linie von anderen Geräten? Im Design, das sieht man sofort“, sagt er. „Der zentrale Schalterknebel wurde in die Blende integriert, ins Glas eingefräst. Dieser Circle-Slider ist angenehm in der Haptik, funktioniert zuverlässig bei feuchten oder kalten Fingern und fungiert als eine logische Weiterentwicklung früherer Schalterknebel.“ Außerdem hat V-Zug eine Mechanik integriert, die sowohl das Öffnen als auch das Schließen der Backofentür per Tastendruck ermöglicht. Laut Schleicher „ein Alleinstellungsmerkmal von V-Zug“. Dann noch die blendfreie Beleuchtung über Prismen im Garraum und eine Erweiterung des Designs durch eine zweite Frontfarbe (Platinum) – für Schleicher gibt es viele Gründe, warum die neue Linie im Küchenfachhandel und bei Endkunden gut angenommen werden sollte.

Die Rohstoffpreis-Entwicklung und gestiegene Nachfrage im Markt beschäftigen V-Zug wie viele andere Gerätehersteller auch. Dennoch hat V-Zug nicht nur seine Lieferfähigkeit zum großen Teil aufrechterhalten können, auch die Preisklassen wurden, sagt Schleicher, „nahezu identisch“ gelassen. So haben die Schweizer die oberen Preisgruppen durch die Excellence Line erweitert, aber auch die unteren Preisklassen durch eine leichte Absenkung angepasst.

Dass die Schweizer mit ihrer bisherigen Strategie offenbar nicht ganz falsch liegen, zeigen auch die aktuellen Zahlen. Im ersten Halbjahr 2021 verzeichnete V-Zug ein Umsatzwachstum von 19 Prozent von 258,6 Mio CHF auf 308,3 Mio CHF. Das Betriebsergebnis kletterte von 12,9 Mio CHF auf 38,3 Mio CHF. Vor allem außerhalb der Schweiz ging der Umsatz kräftig nach oben – in der Region Europa beispielsweise um 56,4 Prozent. Dazu kann der Hausgerätebauer auf eine Eigenkapitalquote von 71,7 Prozent verweisen und flüssige Mittel von 95,7 Mio CHF.

 Allerdings berichten die Schweizer auch von „erheblichen Herausforderungen in der Materialbeschaffung“ und verzichten im Halbjahresbericht aufgrund der „volatilen Situation“ auf Prognosen zum Jahresergebnis 2021. Unvermindert geht dennoch die Transformation des Firmenstandortes in der Schweiz voran. Für das letzte noch ausstehende Produktionsgebäude in Zug wurde die Baubewilligung erteilt. Im Mai ging`s auch schon mit dem Bau los – bis Herbst 2023 ist die Fertigstellung und Inbetriebnahme geplant. Die neue Kühlschrankfabrik in Sulgen geht schon Anfang 2022 ans Netz. Es geht zügig voran in Zug – und kontinuierlich in Löhne. Dort präsentiert sich der Premiumhausgerätebauer heuer wieder – so die Inzidenzen es zulassen – in der Architekturwerkstatt.

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