AMK

Viel Licht und ein paar Schatten

26. April 2021, 14:38
AMK-Chef Volker Irle

Das alte Mantra, dass es der deutschen Küchenbranche, gerade in Krisenzeiten, besser geht als dem Rest der heimischen Möbelwelt – es bewahrheitet sich offenbar mal wieder. Zumindest ergibt sich das aus dem Gros der Zahlen, die am heutigen Montag während der AMK-Wirtschaftspressekonferenz verkündet wurden. Fast durchweg läuft es gut für die Branche – insbesondere was den Durchschnittswert pro verkaufter Küche angeht, genauso wie die Umsätze der Küchenmöbler, die Verkaufszahlen von Hausgeräten im Handel, die Trends im Immobilienbereich und die Konsumstimmung der Verbraucher.

Kurzum: Die Küchenbranche befindet sich mal wieder auf der Sonnenseite, allerdings trüben auch ein paar Schatten die insgesamt zufriedene Stimmung. So hat sich im März die Auftragslage der Küchenmöbelhersteller stark eingetrübt. Im Auftragspanel der deutschen Küchenmöbelindustrie liegen die Gesamtwerte für die Monate Januar bis März 7,78 Prozent unter Vorjahr, im Inland bei 18,61 Prozent unter Vorjahr, im Ausland allerdings bei 8,97 Prozent über Vorjahr. Kurzum: Der Lockdown zeigt Wirkung – allerdings in negativer Hinsicht, was die Auftragseingänge hierzulande angeht.

Aber die Hoffnungen sind groß, dass sich die Lage wieder normalisiert. Denn einiges spricht dafür, dass auch 2021 gut für die Küchenbranche läuft. So hält der Trend zu immer höherwertigeren Küchen an: Auf 9.678 Euro ist der Durchschnittswert pro verkaufter Küche in Deutschland 2020 gestiegen. Das sind 425 oder 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der zum Bau genehmigten Wohnungen kletterte im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent auf 368.000. Und die deutschen Küchenmöbelhersteller erreichten ein Umsatz-Plus von 4,5 Prozent in 2020.

Ungewöhnlich dabei war, dass seit langer Zeit der Umsatz-Push mit 7,76 Prozent vor allem aus dem Inland kam, während die Umsätze im Ausland mit einem mikroskopischen Plus von 0,06 Prozent stagnierten. Ähnlich gut sehen die Zahlen des Hausgeräte-Marktes aus: Die Handelsumsätze der Elektro-Großgeräte haben um 10,4 Prozent auf rund 10 Mrd Euro zugelegt.

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