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INSIDE-Jungunternehmer-Talk (Video)

Sieben Wege in die Küche

09. Dezember 2021, 12:25
Sandra Münzhuber, Eva Ernst, Larissa Meyer-Bechtle, Katharina Zander, Sven Wetendorf, Jens Lehnemann, Simon Feldmer, Daniel Kreis, Carsten Reimann

Völlig happy mit dem eigenen Werdegang, selbst wenn er nicht in allen Fällen so geplant war - dieses mehrheitliche Fazit aus dem INSIDE-Jungunternehmer-Talk, zu dem wir Anfang dieser Woche sieben junge Leute aus dem Küchenhandel per Zoom zusammengeschaltet haben, hätte man bestimmt nicht in vielen anderen Branchen so bekommen.

Eine bunt gemischte Runde war es, aus Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern, die uns an diesem Montag Einblicke in ihr Tagesgeschäft, in ihren Ausbildungsweg und die Herausforderungen, aber auch Möglichkeiten von Unternehmern gegeben haben. Unter den sieben waren größtenteils Nachfolgerinnen und Nachfolger, die die Unternehmen noch gemeinsam mit ihren Eltern führen. Teils ist die Übergabe aber auch schon abgeschlossen. Auch zwei Existenzgründer nahmen teil an der Runde. Und alle gehören unterschiedlichen Verbundgruppen an. Trotz so vieler Unterschiede hat man gemerkt: Küchen sind einfach ihr Ding. Und stationärer Küchenverkauf hat eine Zukunft.

Den kompletten Talk sehen Sie im Video unten - oder hören ihn überall wo’s Podcasts gibt (von Spotify bis Amazon Music) und hier im reinen Audio-Format.

Dabei war: Daniel Kreis, freier Küchenplaner aus Kürnach und Kreis-Mitglied, der sich auf barrierefreie Küchen spezialisiert hat und in seiner Region eigene Radiospots für sein One-Man-Start-up schaltet. Slogan: „Besondere Küchen für besondere Menschen“.

Larissa Meyer-Bechtle von Küche und Raum Berlin (MHK) hat schon während der Schulzeit ausgeholfen und Fronten sortiert, ihren Vater zu Händlerschulungen begleitet. Inzwischen führt sie das Studio allein. Vor- und Nachteile ihrer Selbstständigkeit halten sich für sie die Waage: Als Chefin hat sie die Möglichkeit, Beruf und Familienleben zu verbinden - gleichzeitig war es ihr aber auch nicht möglich komplett in die Elternzeit abzutauchen, wie andere es tun.

Sandra Münzhubers Großmutter war Mitgründerin von Asmo Küchen, das heutige Geschäft, das Küchenstudio Freising (KSV), hat ihr Vater vor 43 Jahren gegründet. Damit wurde ihr die Tätigkeit in der Küchenbranche quasi in die Wiege gelegt. Nach der Ausbildung bei Weko und dem Besuch der Einrichtungsberaterschule in Salzburg stieg sie 2015 ins elterliche Unternehmen ein. Ihr Motto: „Dinge die laufen, laufen lassen“ und: „Nicht Fehler suchen, sondern Lösungen finden.“

Nochmal umentschieden hat sich Jens Lehnemann von Küchenkompetenz Center Uhingen (Küchenring). Er hatte nämlich eigentlich nicht vor, das Familienunternehmen zu übernehmen. Fast hätte sein Vater mangels Nachfolge einen Verkauf ins Auge gefasst. Und das, obwohl er nach seinem dualen BWL-Studium bei WMF an der Möfa Küchenfachberater gelernt hatte. Nach der MöFa war Lehnemann zwei Jahre lang für den Küchentreff in Wildeshausen tätig, bekam dann aber doch wieder Südweh und stieg in die Firma ein.

Als ganz frischen Existenzgründer kann man Sven Wetendorf (Küchentreff) bezeichnen, der sein Küchenstudio City Küchen Dresden erst vor wenigen Wochen eröffnet hat. Wetendorf war zuletzt lange Jahre im Nobilia-Außendienst und verkauft darum - klar - auch vor allem Nobilia. Mit der Selbstständigkeit hat er sich selbst einen lang gehegten Wunsch erfüllt.

Der einzige Vollsortimentshändler in der Runde war Carsten Reimann vom Einrichtungshaus Reimann aus Flensburg (GfM-Trend), der sich die Geschäftsführung mit seinem Vater teilt. Er selbst kümmert sich um den wachsenden Küchenbereich, die Aufgaben sind klar getrennt. Auch seine Schwester arbeitet im Unternehmen. Für Reimann ist klar: Die Zukunft liegt in der Küche.

Katharina Zander vom Küchenfachmarkt Meyer & Zander (Garant) ist Geschäftsführerin eines Filialisten mit rund 50 Mitarbeitern. Vier Küchenfachmärkte, ein Küchendiscounter und ein Bettenfachmarkt gehören dazu. Beruflich hat sie - das können sicher nicht viele junge Leute von sich sagen - exakt den Weg eingeschlagen, den sie sich vorgenommen hatte. Sie wollte niemals weg aus Nienburg, auch nicht zur MöFa, und niemals etwas anderes machen als ins Unternehmen einsteigen. Ihre Ausbildung allerdings hat sie als Außenhandelskauffrau in einem KfZ-Teile-Großhandel absolviert. Ob es machbar ist, als Unternehmerin in Elternzeit zu sein, kann sie im kommenden Jahr erproben, wenn sie Mutter wird.

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