26. November 2021, 19:15
Eva Ernst

Lieber INSIDER,

Düsseldorf verschiebt den Rosenmontagsumzug in den Mai. Für mich fällt diese Meldung ganz klar in die Kategorie „Schlagzeilen, die vor zwei Jahren keiner verstanden hätte.“ Da würde man sicherlich auch bei der INSIDE-Lektüre noch ein paar Beispiele finden.

Wir nähern uns mit großen Schritten dem Ende des zweiten Corona-Jahres. Und dem Beginn des dritten. Die Lage „draußen“ ist schlimmer als sie es je war in der Pandemie. Zum Glück steht die Küchenbranche nach wie vor gut im Futter, auch wenn die Kunden weniger werden.

Die abnehmende Frequenz scheint auch der allgemeinen Konsumfreude der Deutschen zu entsprechen. Die Verbraucherstimmung hat sich laut GfK nämlich spürbar verschlechtert, auf den niedrigsten Wert seit einem halben Jahr. Die Anschaffungsneigung sei gar auf ein Neun-Monats-Tief gesunken. „Das Konsumklima wird gegenwärtig von zwei Seiten in die Zange genommen. Da ist zum einen die vierte Welle der Corona-Pandemie mit explodierenden Inzidenzen, einer drohenden Überbelastung des Gesundheitswesens und der Furcht vor weiteren Einschränkungen. Zum anderen lässt eine hohe Inflationsrate von derzeit gut vier Prozent die Kaufkraft der Verbraucher dahinschmelzen“, sagt dazu GfK-Mann Rolf Bürkl, GfK Konsumexperte. „Dies dämpft die Aussichten für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft etwas.“

Regelungen wie 2G (in Sachsen, Brandenburg und Berlin) oder 3G (Baden-Württemberg) halten natürlich auch Kunden aus den Geschäften fern. Solche Maßnahmen, die wohl eigentlich darauf abzielen, einen kompletten Lockdown zu vermeiden, wurden in dieser Woche vom Handelsverband Deutschland (HDE) scharf kritisiert. In dem Zusammenhang weist der HDE auch nochmals darauf hin, dass im Einzelhandel kein besonderes Infektionsgeschehen nachgewiesen worden sei.

HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth: „Der Einzelhandel ist kein Infektionsherd. Die Alleingänge einiger Bundesländer gehen daher am Ziel vorbei. Es braucht keine zusätzlichen Einschränkungen für das Einkaufen, um die Pandemie erfolgreich einzudämmen.“ Mit bewährten Hygienekonzepten, Abstandsregelungen und besonders der Maskenpflicht hätten Händlerinnen und Händler seit Beginn der Pandemie dafür gesorgt, dass Einkaufen sicher möglich sei.

Um ehrlich zu sein: Regelungen wie die Maskenpflicht, die im Handel inzwischen zur Gewohnheit geworden ist, würde ich mir auch in anderen Bereichen wünschen, bevor uns das Einkaufen komplett vermiest wird.

Ihre

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Eva Ernst

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